3 Tipps für ruhige Nächte

​Die Baby- und Kinderschlafkolumne von Manon

Als junge Eltern fühlen wir uns mit all den gut gemeinten Ratschlägen zum Thema Schlafen, die man überall im Internet lesen oder in unserer Umgebung hören kann oft verloren. Wir versuchen entweder die empfohlenen Lösungen einzusetzen, auch wenn sie zu uns nicht passen: "Lass das Kind weinen. Es wird schon verstehen, dass es nicht der Chef der Familie ist!" Oder wir basteln uns eine Lösung zusammen, ohne zum Beispiel wirklich zu wissen, wie viele Stunden Schlaf am Tag das Baby braucht. Oder aber wir träumen davon, dass unser Baby von allein plötzlich durchschlafen wird. Und natürlich gibt es immer diese Freundin, dessen Baby direkt 7 Stunden am Stück schlief, als sie von der Entbindungsstation nach Hause kam. #immerdiekidsderanderen

Dabei ist es vielen Eltern (und sogar Fachleuten) nicht bewusst, dass fast 40% der Babys irgendwann schlafbezogene Schwierigkeiten haben werden und dass es in jeder Phase möglich ist, für Ihren Kleinen da zu sein und ihn zu begleiten, um ihm das wunderbare Geschenk der Unabhängigkeit zu machen. Dies ist der berühmte Schlaf-Lernprozess.

Dieser Lernprozess kann verschiedene Formen annehmen und der Erziehungsphilosophie der Eltern angepasst werden: mit Weinen, ohne Weinen, zeitgesteuerte Techniken, Ferber, Hogg... Zu den bekanntesten gehört zum Beispiel die "5-10-15 Minuten"-Methode. Es gibt auch sanftere Methoden. Diese Techniken, obwohl sie sich radikal voneinander unterscheiden können, haben drei gemeinsame Prinzipien, die die drei wesentlichen Keypoints sind, um Ihr Kind erfolgreich in den unabhängigen Schlaf zu begleiten.

  • Die Beständigkeit: wenn man mit dem Schlafen lernen anfängt, sollte man der ausgewählten Methode Zeit geben, sich zu bewähren (3 bis 4 Tage für zeitgesteuerte Methoden, bis zu zwei Wochen für die sanftesten Methoden). Wenn Du eines Nachts etwas ausprobierst, aber zwischendurch wieder aufgibst, wird das Kind verwirrt und Du fühlst Dich, auch als ob Du gescheitert wärst. Dabei kann das Kind Widerstand entwickeln, wenn es spürt, dass man seine Gewohnheiten für kurze Zeit ändert, aber weder den Grund dafür noch den Nutzen versteht. Also, bevor Du mit einer Methode anfängst, sollte du sicherstellen, dass du bereit bist, die Dinge zu Ende zu bringen.
  • Die Konsistenz: Die Methode, die Du aussuchst, muss sowohl mit Deinen Prinzipien als auch mit der Persönlichkeit deines Kindes übereinstimmen. Nicht alle Kinder haben die gleichen Bedürfnisse und sind nicht für die gleichen Dinge empfänglich. Außerdem können Schlafprobleme viele Gründe haben und es ist wichtig, diese zu kennen, wenn man das Kind richtig begleiten will. Konsistenz muss auch die Richtschnur für Deine Interventionen während eines Lernprozesses sein. Wenn du dich beispielsweise dafür entscheidest, dein 18 Monate altes Kind nachts die Flasche oder das Stillen abzugewöhnen, ist es egal, ob du dich für eine stufenweise Abgewöhnung entscheidest oder dass du von heute auf morgen aufhörst. Diese Entscheidung liegt nur bei dir. Andererseits, wenn du Dein Kind nachts mal fütterst und andermal nicht, ist die Botschaft unklar und das Baby wird dich das wissen lassen.
  • Die Konsequenz: Es gibt natürlich besondere Umstände, die die guten Schlafgewohnheiten, die du deinem Kind gegeben hast, stören können. Krankheiten, Zahnen oder auch Reisen sind Situationen, in denen man manchmal akzeptieren muss, dass der Kleine nachts wieder aufwacht. Es ist nicht schlimm und vor allem nicht unumkehrbar! Denk einfach immer daran, dass diese Situationen vorübergehend sind und dass, wenn ihr zu den normalen Schlafbedingungen zurückkehrt, alles sich wieder beruhigen wird. Vielleicht werdet ihr nur 1 oder 2 Nächte wieder üben müssen, um das Kind an seine Fähigkeiten zu erinnern.

Wenn Ihr ruhige Nächte haben wollt, werdet ihr Beständigkeit, Konsistenz und Konsequenz zeigen müssen. Diese 3 Prinzipien werdet Ihr während der gesamten Erziehung Eures Kindes nutzen. Ihr könnt sie also gleich von Beginn an anwenden! Und, falls Dein Kind Schlafprobleme hat, sollte Euch eine Sache klar sein: Es gibt Lösungen!

Manons ​Tipps findest Du jeden Monat bei uns in ihrer "Babyschlaf" Kolumne. Sie bespricht Fragen der Schlafphysiologie und beantwortet die häufigsten Fragen, die Eltern zu diesem sensiblen Thema haben.


Wenn ​du ein persönliches Coaching wünschst, ​kannst du ​dich direkt an Manon wenden:  manon.lempereur5@gmail.com / +49(0)1793726244/ +33(0)666530262

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